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Also in Rio kann man neben Karneval feiern, oder auch neben den anderen Feiern, viele andere Dinge machen. Man nennt das logischer Weise Daytrips. Weil man abends ja feiern geht. Und um vielleicht auch mal einen guten Grund zu haben früh aufzustehen und nicht erst wie sonst sich um 13 Uhr zum Strand zu rollen, unternimmt man Daytrips.
Die Touriattraktion Nummer eins scheint der Jesus auf dem Berg zu sein. Den kennt ja auch irgendwie jeder. Und deswegen musste ich auch mal auf den Berg. Der ist ganz schön hoch und man hat eine unglaubliche Aussicht von hier.
Dann gibt es noch den Sugar Loaf Berg. Sowas ähnliches, nur ohne Jesus. Dafür fährt man hier mit einer Gondel auf den Berg. Auch eine tolle Aussicht. Hier war ich also auch. Und von hier habe ich die schönen Nachtfotos vom ersten Rio Eintrag gemacht.
Dann gibt es noch Hanggliden und Parachute fliegen. Rio ist nämlich der einzige Ort wo man von einem Berg abspringt, über die Stadt fliegen kann und am Strand landet. Und so habe ich das auch gemacht. Hanggliding ist schon cool. Man fühlt sich wie ein Vogel. Und man lenkt total intuitiv. Ein bisschen zur einen Seite lehnen und schon geht's in die Richtung. Und es ist total leise. Man hört nur ganz leise den Wind an einem vorbeirauschen. Das war schon cool. Allerdings dachte ich, dass ich mir wenigstens ein bisschen in die Hose mache wenn ich vorm Start auf dem Berg stehe. Aber irgendwie wurde mir so viel erklärt was ich machen soll, dass ich gar keine Zeit hatte um nachzudenken ob es schlau ist von so einem Berg zu springen. Schlecht war es jedenfalls nicht ;)
Und dann gibt es noch die Favela-Tour. Favela bedeutet so viel wie Slums. Und in Rio gibt es davon einige. Von den sechs Millionen Einwohner leben zwei Millionen in Favelas. Das sind so halb autonome Gebiete. Die Leute zahlen hier keine Miete und werden von der Regierung geduldet. Rio ist gefährlich. Und sich als Tourist in ein Favela zu begeben ist ungefähr das dümmste was man in Rio machen kann. Aber einige Leute machen es halt trotzdem. So einer wie ich zum Beispiel. Der Trick an der Sache ist nur, dass es Guides gibt, die selber aus der Gegend kommen und Führungen anbieten. Man bezahlt praktisch dafür, dass einem nichts getan wird. Man kauft sich praktisch von vornherein aus der Sache heraus ;) Und so werden die Touris durch die Favelas geführt. Die Leute sind hier so richtig arm. Und die Drogenmafia hat hier die Hand im Spiel. Leider durfte man die coolen Jungen mit ihren Maschinengewehren und Walkie-Talkies in der Hand nicht fotografieren. Die checken hier in verschiedenen Ecken nämlich die Lage aus. Und sobald einer die Polizei sichtet wird das per Funk verbreitet und alle wissen bescheid. Manchmal gibt es hier auch richtige Gefechte mit der Polizei. Und dabei gibt es auch regelmäßig Tote. Also für Weicheier ist das hier nicht. Und die Leute wohnen hier echt im Müll. Die Kinder hauen sich die dicken Joints mit 9 Jahren rein, während die Touris mit ihren teuren Kameras Fotos von Ihnen machen.. Ja, hier fühlt man sich echt als richtiger Touri. Und dann war das noch dieses süße Mädchen, die mit ihrer Mutter auf der Straße saß. Die hat sich vielleicht gefreut als ich ein Foto machen wollte. Danach hat sie mich nur noch angegrinst und dann hat sie ihre Barbiepuppe geholt. Ein ziemlich verwarztes Modell, ohne Kleidung. Aber sie war so stolz darauf. Echt süß. Hoffentlich behält sie ihre Fröhlichkeit.
Das waren jedenfalls meine Daytrips. Eigentlich sollte man auch noch mal in das Fußballstadion gehen. Es ist angeblich das Größte auf der Welt. Aber Fußball ist ja nicht so mein Ding. |
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| Ein Favela. |
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| Eine kleine Bewohnerin ... |
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| ... freut sich. |
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| Kinder am spielen. |
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| Wenn die eine Kamera sehen, freuen sie sich. |
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| Wie ein Vogel in der Luft. |
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| Ihr seht wer hier das Steuer in der Hand habt ... |
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| Jesus und ich. |
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| Jesus und seine Jünger. |
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| So sieht Jesus die Welt. |
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