E-Mail an Raphi


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15.02.2007 - Buenos Aires
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09.02.2007 - Sydney - Party
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29.01.2007 - Bali - Surfen
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20.01.2007 - Koh Phi-Phi - Tauchen
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03.12.2006 - Hamburg
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15.02.2007 - Buenos Aires
Ein bisschen Europa

 
 
   
 

Morgens um 5 Uhr klingelte mein Wecker. Aufstehen für den Flug nach Buenos Aires, nach Argentinien. Als endlich mein bestelltes Taxi kam, traf ich Harry und Jay im Flur des Hostels. Zwei Engländer, die auch zum Flughafen wollten. Allerdings hatten sie kein Taxi. Und man kann in Santiago keine Taxen per Telefon bestellen. Also hatten sie wirklich Glück, dass ich sie mitgenommen habe. Aber es war auch mein Glück, denn die beiden waren wirklich nette Kerle. Und zufällig wollten sie auch nach Buenos Aires. Mit dem gleichen Flug.

So sind wir zusammen nach Buenos Aires geflogen. In Buenos Aires haben sich unsere Wege erstmal wieder getrennt aber um sechs Uhr abends haben wir uns in deren Hostel verabredet. Und in deren Mehrbettzimmer haben sie Nikolaus kennen gelernt. Ein Grieche, der in Schweden geboren und aufgewachsen ist. Er ist ein Sprachtalent. Er spricht Schwedisch, Englisch, Griechisch, Spanisch und Deutsch. So haben wir ihn auch aus Spaß unseren Übersetzer genannt. Denn ohne ihn wären die Bestellungen in den Bars und Restaurants bestimmt komplizierter gewesen. Jedenfalls haben wir vier die beiden Tage zusammen verbracht. Das hat wirklich Spaß gemacht, denn irgendwie hat das gepasst. Manchmal passen Leute einfach zusammen und manchmal nicht. Natürlich kann man so eine Zwei-Tage-Freundschaft nicht mit einer langjährigen Freundschaft vergleichen, aber andere Leute sind mir schon auf Anhieb unsympathisch. So waren wir abends noch zusammen was trinken. Aber leider nicht mehr richtig los. Meine einzige Chance das Nachtleben in Buenos Aires auszuchecken. Denn am Morgen des nächsten Abends muss ich schon um 2:45 aufstehen. Na ja, morgens ist gut. Das ist ja eher nachts. Aber wir waren alle so müde, dass wir nach ein paar Bier um zwei pennen gegangen sind. Auch ganz gut, denn wir haben am nächsten Tag eine Führung durch das noble Viertel Recoleta gemacht. Und man glaubt kaum wie schön diese Stadt doch ist und wie viele Prachtbauten sie hat. Ich habe lange nicht alles sehen können, aber es wird einem schnell klar, dass diese Stadt ganz deutlich europäisch geprägt ist. Die Stadt erinnert eher an Paris als an eine Südamerikanische Stadt. So war dieser eine Präsident (hab seinen Namen vergessen) auch ein Paris Fan und hat die Stadt maßgeblich geprägt.

Abends waren wir dann noch in einem recht noblen italienischen Restaurant was essen. Das war lustig, denn die Idee noch richtig essen zu gehen kam irgendwie spontan. Und so hatte ich nach dem anstrengenden Tag nicht geduscht, hatte Flip-Flops an, kurze Hose, Muscle-Shirt und ein Cap auf. So würde man aus jedem guten Restaurant rausfliegen. Und wir sahen alle so aus. Fünf Leute. Das Restaurant brach aus allen Nähten und vor dem Restaurant war eine lange Schlange. Die Leute waren schick gekleidet und taten alles um beim Auswähler einen guten Eindruck zu hinterlassen. Dann kam der Typ aus dem Restaurant heraus und hat uns rein gewunken. „Hä?“, dachten wir. Warum denn wir? Vielleicht mochte er unseren lässigen Stil. Oder unsere, im Verhältnis zum Durschnitts-Argentinier, gefüllten Portemonnaies. Wer weiß. Jedenfalls hatten wir einen tollen Abend mit leckeren Vorspeisen, vor unseren Augen selbst gemachten Nudeln, Desserts, chilenischen Weinen und viel Spaß. Irgendwann hatte einer eine böse Vermutung. Was ist wenn die Preise auf der Karte in US$ angegeben sind? Dann hätte ein Hauptgericht 10 Euro gekostet. Oh Gott, fast so viel wie in Deutschland. Aber es waren Pesos. So saßen wir den ganzen Abend in einem richtig guten Restaurant und haben bestellt und bestellt. Und zum Schluss hat jeder ungefähr 10 Euro bezahlt. Ein Träumchen.

Eigentlich wollte ich um 10 Uhr ins Bett. Damit ich meine fünf Stunden schlafen kann. Aber der Abend wollte nicht enden und ich kam erst um halb eins ins Bett. Also habe ich gerade mal zwei Stunden geschlafen. Denn um sechs Uhr ging der Flieger nach Rio de Janeiro.

Buenos Aires ist eine schöne Stadt. Hier fühlt man sich relativ sicher, die Leute sind freundlich und man soll auch abends richtig gut was unternehmen können. Leider konnte ich das nicht untersuchen. Aber ich glaube dem Lonely Planet einfach mal wenn er schreibt: „Highly cultural capital, combining european sophistication and stimulating nightlife“. Auch was das Backpacken angeht scheint Argentinien in Südamerika am populärsten zu sein. Es gehört zu den günstigsten Ländern und hat gleichzeitig sehr viel zu bieten.

An dieser Stelle noch mal einen Dank an Dirk in Kiel für die informative Mail. Leider habe ichs nicht ins Opera geschafft. Zu wenig Zeit. Danke trotzdem! ;)

 

Paris?
So sieht die ganze Stadt aus.
England, England, Argentinien, Deutschland, Schweden.
Der Friedhof mit eigenartigen Gräbern.
Freunde für zwei Tage.
Ein argentinisches Rumpsteak zu Mittag.
Sprungfoto.
Ach ja, ich bin ja in Argentinien.