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Oh man, so lange nichts für mein Tagebuch getan. Es ist einfach was anderes wenn man in einem shared House wohnt und immer Leute um einen herum hat. Das ist anders als ein Hotelzimmer für sich allein zu haben. Gut für mich, schlecht fürs Tagebuch. Aber jetzt geht's ja weiter ;)
Eine schöne Zeit geht zu ende. Eigentlich war ich zu kurz in Sydney. Und irgendwie wurden mir wieder die Augen geöffnet wie cool doch diese Stadt ist. Auch wenn es schon vorher meine Lieblingsstadt war, so ist es jetzt noch mehr meine Lieblingsstadt. Es ist einfach unglaublich wie freundlich die Menschen sind und besonders wie viel sie leben. Die sind einfach alle so aktiv. Man sieht wohl nirgends auf der Welt so viele Menschen in den Parks Sport machen oder durch die Straßen Joggen.
Auch was die Pubkultur angeht ist das einfach ein ganz anderer Schnack als inDeutschland. Hier trifft man sich im Pub abends. Nicht nur bei Freunden. Auch schon um 20 Uhr Abends. Selbst wenn man um 14 Uhr in die Pubs geht, sind sie gut gefüllt. Hier wird Sport auch nicht alleine auf der Couch geschaut, sondern im Pub. Irgendwie passt das besser zu mir. Nicht dass ich mir Sport im Fernsehen anschaue, aber die Menschen unternehmen hier viel mehr miteinander.
Und mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen ist auch viel einfacher. Auch wenn daraus keine große Freundschaft wird, ist es doch einfach viel netter mit allen Menschen Freund zu sein. Viele halten das vielleicht für oberflächlich – mit Leuten im Pub schnacken und sie danach nie wieder zu sehen. Aber ist das nicht besser als gar nicht mit Leuten zu reden? Und das schließt ja nicht aus auch richtige Freundschaften zu haben. Mich fasziniert einfach wie aktiv die Leute hier sind. Ich glaube, dass der Durchschnittsaustralier viel weniger Zeit vor der Glotze verbringt als ein Durchschittsdeutscher. Hier kostet ein Bier im Pub auch fast das gleiche wie im Laden. Wozu auch zuhause trinken?
Gerade sitze ich im Flieger nach Chile und habe wirklich wieder Lust bekommen mal eine Zeit in Australien zu verbringen. Vielleicht hätte ich damals doch das Sponsorship bei Fusefarm annehmen sollen. Aber eigentlich ist auch alles wie es gelaufen ist, genau richtig gewesen. Jedenfalls werde ich wieder nach Sydney kommen. So schön, so groß und doch so süß, so vielseitig mit Traumstränden, Natur und Wolkenkratzern. Alles in einer Stadt. Kein Wunder, dass sie jährlich von einem angesehenen amerikanischen Reisemagazin zur besten Stadt der Welt gekürt wird.
Ja, und jetzt mal kurz zu dem was ich überhaupt in Sydney so gemacht habe ;) Ich wohnte ja neun Tage bei Peer. Und das Gute war, dass ich diese Stadt schon ziemlich gut kenne. Ich habe hier ja schon an acht verschiedenen Orten in drei Monaten gelebt. Also hatte ich nicht diesen „Ich muss die wichtigsten Orte der Stadt sehen“-Drang in mir. Ich habe einfach hier gewohnt. Die ersten Tage waren eher ruhig. Und ab Dienstag war ich dann bis Freitag jeden Abend mit Fermin, Isabell und später auch mit Peer unterwegs. Peer musste noch bis Donnerstag arbeiten. Tagsüber sind wir dann an den Strand, in die Stadt oder einfach mit der Fähre irgendwo hin gefahren. Bis auf die letzten beiden Tage war das Wetter auch ganz Ok. Immer so 28 bis 30 Grad tagsüber und so 22 Grad nachts. Gestern war es allerdings richtig kalt. So kalt, dass ich fast einen Pullover angezogen hätte. Für Bali oder Thailand Verhältnisse unvorstellbar. Da waren selbst T-Shirts zu warm nachts. Aber ich will mich auch nicht beschweren. Das Klima gefällt mir hier viel besser. Hier kann man sich wenigstens nachts auch mal zudecken. Und man fängt auch nicht gleich an zu schwitzen wenn man nur durch die Gegend geht.
Gestern haben Peer und ich uns noch mit Rico in Manly getroffen. Das ist ein etwas abgelegener Strandort nördlich vom Stadtzentrum. Rico habe ich vor drei Jahren in Sydney in einem Hostel kennen gelernt. Und als er eines Nachts mit seinen Freunden von einer Party kam, hat er von so einem australischen Mädel geschwärmt, die er kennen gelernt hat. Tja, und nun wohnen die beiden hier schon seit drei Jahren zusammen und haben sogar einen zwei Jahre alten Sohn. Rico ist jetzt IT-Manager und fährt einen neuen BMW. Und ein deutsches Auto in Australien zu fahren, bedeutet nicht, dass es einem schlecht geht. Ganz im Gegenteil. Ich finde das ist eine süße Geschichte. Tja, hätte ich damals das mir angebotene Sponsorship angenommen, würde ich jetzt vielleicht auch hier wohnen. Rico hat es gemacht. Respekt.
Jedenfalls haben wir uns mit ihm getroffen und sind an ein paar nette Orte mit Blick auf die Stadt gefahren. Diese Lookouts sind einfach so cool. Man braucht dafür natürlich ein Auto, sonst kommt man da nicht hin. So brachte dieser Abend noch mal ganz neue Möglichkeiten um tolle Fotos zu machen und einfach einen Blick auf diese schöne Stadt zu werfen. Und man steht dann da, und vor einem baut sich diese riesen Skyline auf. Diese ganzen Lichter. Alles wirkt so unreal und so schön. Auch wenn die Fotos teilweise echt gut geworden sind. Glaubt mir, in echt sieht das noch viel besser aus.
Ich glaube ich könnte noch viel über Sydney und über jeden einzelnen Tag schreiben. Auch über die lustigen Abende in so unterschiedlichen Pubs und Nightclubs. Oder wie Peer morgens um sieben Uhr auf der Treppe zum Garten einen Wetterfrosch gespielt hat. Aber diese Kleinigkeiten und Details würden hier den Rahmen sprengen. Oder meinen Rahmen. Oder den Rahmen meiner Laptop-Batterie. Sitze nämlich wieder im Flieger. War gerade in Auckland in Neuseeland. Zum auftanken. Hab da aber nur kurz was gegessen und 30 Minuten Aufenthalt am Flughafen gehabt. Jetzt geht gerade ganz schnell die Sonne unter und ich frage mich ob man auf der anderen Fensterseite wohl ein Stück vom Südpol sieht. Auf der Karte auf meinem Display sieht das nämlich so aus als würden wir fast über den Südpol fliegen. Ich glaube ich bin gerade am weitesten von Hamburg weg als man sein kann. Genau auf der anderen Seite. Dieser Flug ist aber auch extrem. 16 Stunden im Flieger. Oder sogar 17, da wir eine Stunde auf eine Starterlaubnis in Sydney gewartet haben. Ich überfliege 10 Zeitzonen und die Datumsgrenze mit einem Flug. Das bedeutet ich fliege um 11 Uhr Vormittags los und komme am gleichen Tag um 13 Uhr an. Dabei ist es für mich aber 3 Uhr nachts.
So, gute Nacht. |
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| Unser Haus. |
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| Fermin guckt TV. |
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| Peers Zimmer. |
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| Unser Coogee Beach. |
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| Peter und ich vor der Oper. |
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| Der Kleiderhaken und ich. |
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| Peer wartet auf seinen Bus. |
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| Der Beachwalk vom Coogee- zum Bondi-Beach |
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| Vor dem Regen. |
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| Nach dem Regen. |
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| Lookout: Fern. |
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| Lookout: Nah. |
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| Ein Panorama vom Darling Harbour. |
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