| Und hier ein Eintrag vom Gastautor Peer:
G'day nochmal aus Australien. Der edle Raphi hat mir erlaubt als Gastautor sozusagen nochmal ausführlich einen Abend zu beschreiben in dem wir die Australier in ihrem Feldzug in den Kneipen rund um Sydney unterstützt haben. Meine Zeit hier in Sydney war an Wochenenden eigentlich eher ruhig... bis Raspel mit einer Flasche Smirnoff am Flughafen stand und grinste.
Ich ahnte nur schwach was das bedeuten sollte, so ein Praktikantenleben mit Vodka zu vermischen ist, wie man dann trauriger Weise immer morgens erfährt, doch ganz schön anstrengend.
Samstagabend. 22.30h. Ihr kommt hier nicht rein.
Die Ironie dieses Abends begann mit dem Türsteher des Löwenbräu Pubs. Durch irgendwelche magischen Kräfte konnte der nämlich sehen, daß wir schon EIN Bier getrunken hatten und nicht mehr fähig waren in seinem Deutschlandverschnitt noch eins zu trinken. War Quatsch natürlich, und als er es selber merkte fing der Abend an ...mit surrealistischen deutschen Bierkrügen in dem deutsches Bier gelagert war. Und das hat uns gefallen.
Es war eine ausgelassene Stimmung mit guter alter deutschen Eiche an der Wand. Rico, der Freund von Raphi, hatte seinen Geburtstag mit ein paar Freunden und seiner "Frau" gefeiert und es war sehr nett, doch irgendwie zog es uns in etwas verruchtere Gefilde, irgendetwas schmuddeliges, gefährliches... Kings Cross. Raphis alter Wohnstätte, der Soho Bar. Ein Club im Herzen der Backpacker Kultur. Wie gut das ich es schaffte an diesem Abend einen Rekord aufzustellen. 150 Fotos am abend muss man erstmal hinkriegen. Tanzen und Fotos machen, auf der Terrasse stehen und Fotos machen und das Herrengedeck an derr Bar abholen und Fotos machen. Es war ein herrlicher Abend mit Bier, fremden Bekanntschaften und exzellenter Musik die uns ordentlich zum tanzen brachte. Man fragt sich jedesmal... warum geht man eigentlich feiern? Dieser Abend war das beste Beispiel warum man es einfach machen sollte. Sydney ist ein besonderer Fleck auf dieser Erde. Die Menschen die hierher kommen wissen das zu schätzen und das merkt man besonders in solchen Momenten. So viele unterschiedliche Kulturen die sich in einer Stadt treffen, sich austauschen, zusammen feiern, so nett zueinander sind ohne Angst zu haben nicht willkommen zu sein und dann abends im T-Shirt und Flipflops an der Theke zu stehen, gibt es meiner Meinung nur hier in Australien.
5.30 Uhr. Fermin tippt uns auf die Schulter. Weiter gehts mit dem "Pubcrawling" in Empire.
Und da wir keine Couples sind und auch schon mächtig einen im Tee haben, lässt uns der Türsteher auch rein. Aber irgendwie war es schon zu spät und wir alle ein bisschen müde.
Daumen raus, ins Taxi rein. "Clovelly Road at Coogee, please" ... back home.
Und als wir alle am nächsten Morgen mit kleinen Augen und Achterbahn im Kopf die Fotos angeguckt haben, Tränen gelacht und beide zusätzlich noch 150 Dollar im Portemonnaie gefunden haben, die dort auf mysteriöse Weise reingekommen sind, haben wir uns angeguckt und gewusst, das dies ein Abend war den man nicht mehr vergessen wird.
Sydney im Sommer. |