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05.02.2007 - Sydney
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Ja, ich bin wieder in Sydney. Nach drei Jahren bin ich wieder in meiner Lieblingsstadt. Und es ist wirklich so als wäre ich nur mal kurz weg gewesen. Alles erscheint so vertraut. Der Geruch, das Licht, die Leute und selbst das Bus fahren. Ich fühle mich wirklich ein wenig Zuhause. Auch wenn ich jetzt ganz woanders wohne. Und zwar in Peers Zimmer in einem Shared House in der Clovelly Road in der Nähe vom Coogee Beach. Das ist ein Strand südlich vom Bondi Beach. Hier wohnen ein Haufen Backpacker. Und Peer ist der Einzige, der täglich arbeiten geht. Und heute sitze ich hier in diesem Haus und schreibe Tagebucheinträge. Ich bin halt in den letzten Tagen nicht dazu gekommen.

Am Samstag bin ich um 8:30 Uhr morgens angekommen. Eigentlich sollte der Flieger um 7:00 Uhr landen. Da auf Bali am Flughafen aber die Computer ausgefallen sind, mussten die alles per Hand machen. So kam ich zu meiner ersten handgeschriebenen Bordkarte. Ich glaube das ist auch kein einfacher Job einen Airbus A330 ohne Computer zu befüllen. Aber sie haben es geschafft. Jedenfalls durfte Peer 1,5 Stunden am Flughafen warten.

Als wir in Peers Haus ankamen haben wir uns erstmal für ein paar Stunden hingelegt. Denn Peer ist ja schon um 6:30 Uhr aufgestanden. Und ich habe gar nicht geschlafen. Ja, ich habe mir nämlich irgendwas Fieses eingefangen. Ich schätze ich habe was Schlechtes gegessen. Jedenfalls saß ich im Flieger schon mit Kotztüte in der Hand und dachte, dass ich das erste Mal diese scheiß Tüte, über die ich mich sonst immer lustig gemacht habe, brauchen werde. Aber ich brauchte sie glücklicherweise nicht. Nur hatte ich ungefähr 36 Std. keinen Hunger und habe vom Barbecue auch nicht viel gehabt. Außer ein Stück Pita Brot auf dem ich eine halbe Stunde rumgenagt habe.

Am nächsten Tag ging es aber schon viel besser. Und so sind Peer und ich zum Palm Beach gefahren. Das ist der nördlichste Strand von Sydney. Peer hat sich hier mit Lifesavern verabredet um Videomaterial für eine Dokumentation zu sammeln. Unglücklicherweise wurde ich zu einem Darsteller dieser Doku. Denn mit meinem ersten Schritt in australisches Gewässer, berührte ich eine Blue Bottle Qualle. Das tat vielleicht weh. Aber ich dachte, halb so wild, das ist bestimmt wie eine Feuerqualle in der Nordsee. Leider war das nicht so. Denn diese Viecher sind richtig übel. So wurden die Schmerzen immer schlimmer und die Lifesaver haben dann die Stelle abgewaschen und mir Eis zum kühlen gegeben. Irgendwie war ich wohl das erste Opfer. Denn als ich so bei den Lifesavern im Zelt saß und sie schnell das Warnschild aufgestellt haben, ging es erst richtig los. Die Quallen Attacke. Von allen Seiten kamen Leute, die von den Quallen gestochen wurden. Und einige Kinder sind schreiend am Strand zusammengebrochen. Übles Szenario. Aber für Peers Video war es der ideale Tag. Nach drei Stunden ließen die Schmerzen dann so langsam nach. Sehen kann man die Stelle aber immer noch, obwohl das bald zwei Tage her ist.

Am Abend sind wir dann noch zum Lighthouse auf den Berg geklettert und haben ein feines Bier in der Abendsonne getrunken.

Der nächste Tag, also heute, habe ich eigentlich nur Fotos rausgesucht, klein gerechnet und Tagebuch geschrieben. Obwohl ich auch gut mit Fermin, einem der Hausbewohner, an den Bondi Beach hätte gehen könne. Was ich alles für dieses Tagebuch opfere.. alles nur für euch ;)
Barbie mit neuen Freunden.
Na, schmeckt euch der Burger?
Sydney Romantik.
Auf der Harbour Bridge.
Der Palm Beach
Piotrek in Action.
Piotreks Motiv.
Peter interviewt die Lifesaver.
Gut, dass es Warnschilder gibt.
Blöd, wenn man sie nicht sieht.
Warten an der Straße.
Ein kaltes Bier in der Abendsonne.
Auf dem Weg zurück.
Na, seht ihr uns? Bestimmt nicht.. wir sind nämlich schon so braun.