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Was für ein Unterschied zu Bangkok. Alles läuft nach Regeln, die Busse sind pünktlich, neu und luxuriös, die Leute sind höflicher und alle sprechen englisch. Und es sind keine 30 Grad mehr, sondern nur noch 16 Grad. So habe ich meine wärmsten Klamotten angezogen. Eine lange Hose und eine dünnes Sweatshirt. Das musste reichen. Das erste mal seit Wochen, dass ich wieder etwas Langärmliges trage. An Beinen und Armen. Und das erste Mal wieder feste Schuhe an den Füßen. Nach dem reibungslosen Shuttle zu meinem YWCA und einer zweiminütigen Verschnaufpause in meinem Zimmer, ging es gleich los zum Lan Kwai Fonk. Das Nightlife-Viertel in Hong Kong. Da war ich nämlich mit Bennjamin Kallabis aus Hamburg verabredet. Der wohnt schon seit neun Monaten hier. Vorher war er zwei Jahre in New York. Also ein kleiner Ausreißer. Ich dachte wir trinken ein Bier oder zwei, aber Benni hat mich von einer anderen Herangehensweise überzeugt. Nach dem dritten oder vierten Bier gab es, ich weiß nicht mehr wie es heißt, aber was ganz heftiges. Irgendeine Bombe oder so. Man bestellt zwei Guinness und zwei Cocksucking Cowboy Shots, dann „sinked“ man die Shots im Guinness. Also man lässt sie ins Glas fallen und trinkt den halben Liter Guinness inkl. Shot auf ex. Benni war in 3,5 Sekunden damit fertig. Ich nach 30 Sekunden oder so. Alter Schwede. Das war die Grundlage für den Abend. Nachdem wir noch zwei Aussies kennen gelernt haben, sind wir durch die Pubs gezogen. Erst einen Livemusic Pub wo Benni noch einige Arbeitskollegen traf und später in einen anderen Pub. Das Nightlife ist hier ganz anders als in Thailand z.B.. Man merkt, dass das hier eine Business-Stadt ist. So gehen die Leute hier auch alle im Anzug los. Das heißt aber nicht, dass die einen Stock im Arsch haben. Die Stimmung ist trotzdem recht ausgelassen und Benni sagt auch, dass das wie im Urlaub ist. Das sind halt keine Locals die hier feiern, sondern solche wie Benni. Angestellt in Hong Kong für ein paar Monate oder Jahre. Also irgendwie schon Urlauber.
In dem Pub habe ich dann ein nettes Mädel von den Philippinen kennen gelernt. Als Benni sah, dass ich mich mit der unterhalten habe, meinte er gleich: „Raphi, das sind Nutten“. Oh jee.. das konnte ich nicht glauben. So ein hübsches unschuldiges Mädel. Aber er hatte Recht. Ich hab sie gefragt. Und sie meinte, dass sie das Geld zu ihrer Familie nach Hause schickt. Für sie ist das viel Geld. Oh man, die tat mir irgendwie leid. Ich hätte ihr ja gerne das Geld einfach nur so gegeben, denn Sex für Geld ist gar nicht mein Ding. Gut, dass Benni so aufmerksam war. Kurz danach musste Benni auch nach Hause, denn am nächsten Tag musste er arbeiten. So bin ich mit den Aussies noch durch die Gegend gezogen. Und später mit zwei australischen Stewardessen und einem anderen Aussie. Mit den drei sind wir dann noch in das luxuriöse Hotel der Stewardessen gefahren und haben Gin getrunken. Warum auch immer. Jedenfalls dachte ich mir um halb acht, nachdem ich schon fast eingepennt bin, dass es Zeit zu gehen ist. Und so habe ich mich mit dem Taxi durch die morgendliche Rushhour gekämpft.. was für eine Nacht.
Um halb 12 bin ich dann total verkatert aufgewacht und habe mich ein wenig geärgert. Denn ich bin zwar zwei Nächte in Hong Kong, aber ich habe eigentlich nur diesen einen Tag. Denn morgen früh geht's schon wieder weiter nach Bali. So habe ich mich aufgerafft und war schon kurze Zeit später auf dem Peak. Eine Aussichtsplattform auf einem Berg im Süden der Stadt Hier hat man einen grandiosen Blick über die Stadt. Diese Stadt hat mehr Hochhäuser als New York. Wenn man alle Häuser ab 13 Stockwerke zählt. Über 3000 davon. Wieviele hat Hamburg? 20?! Das ist seltsam. Immer wenn ich in großen Städten im Ausland bin, dann kommt mir Hamburg so klein vor. Gegen Hong Kong ist Hamburg halt ein verschlafenes Dorf. Aber ein schönes Dorf ;)
Jedenfalls bin ich danach zum Times Square Shopping Center beim Causeway Bay gefahren. Ein riesiges und modernes Shopping Center. Und wie cool die Shopping Center hier sind. Nicht so eintönig und langweilig. Teilweise sind das richtig kreative Bauten, jedes Stockwerk sieht anders aus. Mit so viel Liebe zum Detail gearbeitet. Richtig cool.
Na und dann musste ich auch schon los um mich mit Athena zu treffen. Eine echte Hong Kong Local. Die habe ich über myspace kennen gelernt. Aber erst ein paar Tage zuvor. Sehr zielgerichtet, da ich mir dachte, dass es bestimmt cool sei sich ein paar Dinge von einem Local zeigen zu lassen. Wie einfach es doch heutzutage ist Leute kennen zu lernen. Wir waren dann chinesisch essen. Aber so richtig. Hier bestellt man kein Gericht für sich. Nein man bestellt gleich drei oder vier Hauptgerichte und teilt sich alles. Außerdem isst man bekanntlich mit Stäbchen. Nur habe ich leider so wenig Praxis damit, dass ich leider um eine Gabel bitten musste. Damit war ich bestimmt der Einzige in diesem Restaurant. Danach sind wir noch über den Night Market geschlendert und haben uns ein anderes Shopping Center angeschaut. Die haben vielleicht dicke Shopping Center hier. Echt heftig. So viele coole Klamotten. Es war aber wirklich interessant sich mit ihr zu unterhalten. Was sie so über Europäer denkt und über China. Mal den unterschied zwischen Cantonesisch und Mandarin zu hören und erklärt zubekommen etc. Allerdings war ich super müde vom Vorabend, sodass ich um halb 12 nach Hause gegangen bin. Denn um 6:55 Uhr holt mich mein Airport Shuttle ab. Und den habe ich dann schön verpennt. Zum Glück hat mich die Rezeption angerufen, sonst hätte ich wohl auch meinen Flug verpennt. Irgendwie habe ich meinen Wecker überhört. Das darf nicht noch mal passieren. Denn wenn ich einen Flug verpasse, habe ich ein Problem.
Zum Glück gibt es den Airport Express Zug. Der beamt einen in 20 Minuten zum Airport. Was aber noch cooler ist, dass man schon an der Station für seinen Flug einchecken kann. So war ich gänzlich entspannt als ich schon in Kowloon meine Bordkarte hatte. Das ist ungefähr so, als würde man mit der S-Bahn zum Flughafen fahren und man checkt schon am S-Bahnhof für den Flug ein. Da man dann ja eh meist noch eine Stunde Zeit hat, ist das eine klasse Sache. Angekommen im Flughafen habe ich noch schön gefrühstückt und dann ging es auch schon los nach Bali. Man, das ist mein dritter Flug diese Woche. Aber jetzt bleibe ich ja erstmal auf Bali. Sieben Nächte bis es nach Sydney zu Peer geht.
Hong Kong hat Spaß gemacht. Hier möchte ich noch mal im Sommer herkommen. Jetzt haben die gerade die kälteste Jahreszeit. Richtig kalt ist es zwar nicht, aber im Sommer soll die Stadt noch mehr Spaß bringen. Wenn ich das jetzt von jedem Ort (Außer Bangkok und Koh Samui) sage, dann muss ich wohl nächstes Jahr wieder eine Weltreise machen ;) |
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| Vordergrund: Benni. Hintergrund: Die Aussies, die wir noch nicht kennen. |
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| Jetzt schon. |
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| Vordergrund: Benni. Hintergrund: Hure. |
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| Noch mehr Aussies. |
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| Ab einem gewissen Pegel macht das Cap gerne mal die Runde. |
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| Der Abend war einfach zu lang. |
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| Die andere Seite des Tisches. |
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| Auf dem Peak. |
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| Das Gute? Wovon? |
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| Oh, das bin ja ich. |
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| Hong Kong Rushhour. Inklusive Reinquetschservice. |
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| Athena aus Hong Kong. |
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| Cooles Shoppingcentre. |
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| Cooler Shop. |
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| Alice im Wunderland?! |
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| Mein Hostel. |
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