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Genau. Ich befinde mich gerade auf Koh Samui. Genauer gesagt in Chaweng. Hier konzentriert sich das Nachtleben der Insel. Dieser Ort hat ganz bestimmt nichts mehr mit dem damaligen Backpacker-Tourismus zu tun. Die Menschen reisen mit Flugzeug und Trolleys an. Nicht mit dem Backpack und Schiff – wie früher. Aber es ist eigentlich ganz nett hier. Man muss es jedenfalls mal gesehen haben. Ich wohne auch nicht in einem Holzbungalow, sondern in einer recht schicken Anlage an der Ark-Bar. Das ist wohl der hippste Platz zum abhängen. Jedenfalls läuft hier den ganzen Tag und die ganze Nacht laute Housemusik, während die Gäste sich Drinks und Essen reinhauen. Pool mit Blick aufs Meer inklusive. Günstig ist das auch nicht gerade wenn sich überlegt, dass man auch für 6 Euro die Nacht eine Unterkunft finden kann. Aber ich hatte da halt gerade Lust drauf. Und jetzt sitze ich auf meiner kleinen Terrasse und höre – ja, was wohl – laute Housemusik von der Bar.
Als ich hier ankam hat es bestimmt 24 Std. geregnet. Aber das war mir recht latte, da mich diese Frühshoppen Attacke mit den Engländern auf dem Schiff und mein nicht in großen Maßen vorhandener Schlaf der Zugfahrt recht ermüdet hatten. So habe ich erstmal bis Abends gepennt und bin später losgezogen um das Nachtleben mal auszuchecken. Ich kann nur sagen, dass das echt groß ist hier. Pubs mit riesigen Tanzflächen und teilweise mit Pools in der Mitte wo die Leute zu späterer Stunde reinhüpfen. Die Temperatur liegt ja auch selbst Nachts bei schwitzigen 25 Grad. Hier herrscht also richtig Urlaubsstimmung. Und so sehen die Leute das hier auch. Hier sind halt eher Pauschaltouristen als Backpacker.
Nachdem ich die Nacht mit Kemal und später mit irgendwelchen durchgeknallten Australiern verbracht habe, bin ich am nächsten Tag schon um 22 Uhr zu Bett gegangen. Außer einem kleinen Strandspaziergang war nicht viel drin. Am nächsten Tag schien endlich die Sonne. Und so habe ich es mir mit einem Buch auf einer Liege gemütlich gemacht. Lustigerweise lagen neben mir dann zwei Deutsche. Und die kamen sogar auch aus Hamburg. Welch' Zufall. Witzig, denn Markus ist der Betreiber vom Halo in der Großen Freiheit.
Heute haben wir, das sind Kemal und eine Freundin von ihm aus Australien, uns Roller gemietet. Einige Dinge sind hier ja wirklich günstig. So kostete ein Roller pro Tag ungefähr 3,50 am Tag. Und als Kemal plötzlich sein Reifen geplatzt ist und er zufällig genau vor einer Rollerwerkstatt zum stehen kam, wurde dieser innerhalb vom 8 Minuten repariert. Ohne Voranmeldung und für insgesamt 5 Euro. Das ging alles so reibungslos, dass wir schon darüber nachgedacht haben ob die Jungs evtl. vor ihrem Laden Nägel oder so was verstreuen. Wir haben uns dann Elefanten und einen Wasserfall angeschaut.
Morgen werde ich dann nach Koh Pha-Ngan fahren. Einer kleineren Insel nördlich von Koh Samui. Hier gibt es kaum Straßen und auch viel weniger Tourismus. Das soll eher so sein wie Koh Samui früher. Eigentlich habe ich auch nichts gegen Tourismus. Das kann schon Spaß machen. Besonders wenn man mit einer Gruppe von Leuten richtig feiern geht. So machen das viele hier. Ich freue mich aber auch auf Orte an denen wirklich Backpacker sind, die auch Reisen und die auch was zu erzählen haben. Und nicht total betrunkene Engländer, die mit rotem Kopf taumelnd durch die Nacht laufen. Obwohl ich gestern einen Engländer kennen gelernt habe, der mir gute Informationen geben konnte. Der Typ wohnt und arbeitet schon seit sieben Jahren auf Koh Samui. Er saß dann plötzlich neben uns am Strand als wir gerade gemütlich mit Blick aufs Wasser ein paar Drinks weggeschlürft hatten. Und er war so betrunken, dass sich sein rechtes Auge rechtsherum und sein linkes linksherum gedreht hat. Jedenfalls konnte ich ihn noch gut verstehen. Und ich wollte ja eigentlich auf Koh Tao tauchen gehen. Doch er sagte, dass es dort nicht gut sei, da zurzeit das Meer viel zu aufgewühlt sei. Besser sei es auf der anderen Seite, also der Andaman-Küste. Hier gibt es tatsächlich zurzeit recht große Wellen. Und ich habe in der Wettervorhersage gelesen, dass auf der anderen Seite gar kein Wind sein soll. Also habe ich meinen Plan geändert und werde nach Koh Pha-Ngan gleich rüber zur anderen Seite reisen. Schon cool wie flexibel man als Backpacker ist. Was ich auch Koh Pha-Ngan genau mache und wie lange weiß ich auch nicht. Habe bisher nur das Ticket für die Fähre in der Tasche. Aber das macht die Sache ja auch so spannend. Also ich muss jetzt auch mal wieder an den Strand. Da geht nämlich schon wieder einiges ab und es ist ja auch schon halb zehn.
Ich muss nur ganz kurz sagen, dass ich jetzt auf Koh Pha-Ngan bin und das vieeel entspannter ist. Zudem ist heute eine dieser legendären Halfmoon-Partys. Die Fullmoon ist ja richtig bekannt, aber einige sagen sogar, dass die Halfmoon-Partys besser sein sollen. Welch Zufall, bis eben wusste ich davon noch nichts. Da werde ich heute mit Danni, den ich auf der Fähre nach Koh Pha-Ngan kennengelernt haben, hingehen. Und dann geht's morgen mit dem Taxiboot nach Hat Yuan, das ist gleich um die Ecke und da habe ich nun schon mehreren Seite gehört, dass das ein ganz chilliger Strand sein soll. Der Strand steht nicht mal im Lonely Planet drin.
Bis bald ;) |
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| Mein erster Strand. |
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| Der gleiche bei Nacht. |
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| Die Chillplätze der Ark-Bar.. |
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| Abends bei einem Singapore Sling. |
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| Vollgas mit verrückten Aussies. |
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| Mein Fortbewegungsmittel. |
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| Meine Dusche. |
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| Mein Garten. |
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